Um was geht es?

Paul Hofer, Landrat, zur Spitalfusion

Sachlicher Entscheid – Um was geht es?

Wenn Verwaltungsräte von zwei unabhängigen Unternehmen beschliessen zu fusionieren, dann ist die Frage des warum erlaubt? Macht ohne Not abgeben? Das ist die Kernfrage. Es gibt drei mögliche Antworten:

  1. Erfordern neue gesetzliche Regelungen diesen Entscheid?
  2. Unabhängige Unternehmen können nur durch Fusion eine Zukunft bauen??
  3. Einzige Möglichkeit, einer irgendwie gearteten negativen Spirale zu entrinnen.

Die Befürworter der Fusion behaupten regelmässig, ohne verlegen zu werden, es gehe um die zweite Möglichkeit. Bei genauerem Hinsehen kann es jedoch aus sachlicher Betrachtungsweise nur die dritte Variante sein. Es gibt keine neuen gesetzlichen Bestimmungen.

Eine Zusammenarbeit kann ohne Fusion passieren; Zuteilungen von Patienten kann ohne Fusion geschehen; Rationalisieren und Kosten senken, die Anzahl von Betten abbauen, möglicherweise Spitäler schliessen und neue moderne Ambulatorien bauen. All das kann ohne Fusion geschehen. Kooperationen mit anderen Spitälern sind möglich.

Eine Fusion zementiert die Eigentumsverhältnisse und Entscheidungsmechanismen. Schweizerisches Obligationenrecht muss eingehalten werden. Ich habe mich seit Dezember 2017 mit der Fusion des KSBL und Uni Spital beschäftigt – meine Meinung bleibt ungebrochen – am 10. Februar 2019 lege ich überzeugt ein Nein zur Spitalfusion in die Urne.

Leserbrief im BiBo


 

Mutige Jugend – Erfolgreiche Wahlen 2019

Paul Hofer, Landrat, über eine erfrischende Erfahrung

Die vielen Neujahresapéros gehen dem Ende entgegen – es ist die schöne Zeit, während der wir uns gegenseitig alles Gute in Neuen Jahr wünschen. Gesundheit, Glück, Erfolg und gutes Gelingen ... Meistens meinen wir das ehrlich - es wäre ja auch schön, wenn wir alle ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2019 erleben dürfen.

Eine Begegnung hat mich ganz besonders beeindruckt. Sie ist mir auch nach Tagen noch sehr nachhaltig in Erinnerung. Ich sagte wie oft zuvor: «Alles Gute – ich hoffe, die hoch gesteckten Ziele werden erreicht, ich wünsche es von Herzen.» Da antwortete mir die Jungfreisinnige Landratskandidatin in einem der Wahlkreise der Landratswahlen 2019: «Vielen Dank, natürlich gleichfalls. Ich glaube, wenn ich wirklich will, dann kann ich weit höhere Ziele erreichen. Ich will gewählt werden und mithelfen, Veränderungen im Kanton Baselland herbei zu führen. Meine Generation muss in vierzig Jahren noch lebenswerte Bedingungen vorfinden. Dafür will ich mich als künftige Landrätin einsetzten». Das hat sehr viel Freude gemacht – viel Glück im Landratswahlkampf.

Leserbrief im BiBo


 

Bewusste Angstmacherei

Paul Hofer, Landrat, zur Spitalfusion

Nein zur Spitalfusion – bewusste Angstmacherei! 

Es wird oft mit einer arroganten Weise behauptet, dass die hier ansässige Pharmaindustrie bei einem «Nein» zur Spitalfusion keine medizinischen Studien mehr am Unispital durchführen wird. Tatsache ist, dass jede Firma (auch Pharma) nur auf Kompetenz und Reputation setzt. Richtigerweise wird die «globale Brille» angesetzt. Die Reputation und Kompetenz wird durch die Spitalfusion nicht verbessert – im Gegenteil: Ein marodes, sehr reformbedürftiges KSBL ist da nur ein Koloss am Bein, was die Reputation verschlechtert.

Das Unispital hält heute im internationalen Wettbewerb mit Zentren wie Hamburg, Boston und Singapur sehr gut mit. Aus dem KSBL kommt zu diesen Spitzenforschungs-Fällen bei der Fusion kein wesentlicher Patientenpool hinzu. Was zählt ist die Art und Weise wie das forschende Spital auf Anfragen reagiert. Es geht um Geschwindigkeit und Kosten neben der Professionalität. Um die Fallzahlen zu erhöhen, müssen zusätzliche, geeignete Patienten ausserhalb der Region kommen, auch aus Frankreich und Deutschland. Sie kommen wegen dem Renommée und der Qualität. Die Schwarzmalerei der Fusionsbefürworter ist daher unbegründet.

Ich stimme für die gemeinsame Gesundheitsplanung, denn sie schafft über die Spitallisten und Leistungsaufträge Kompetenzbereiche und die nötige Bündelung der Fallzahlen. Ich lehne das risikoreiche Fusionsprojekt ab. Der Fokus muss auf Partnerschaften mit öffentlichen wie auch privaten Anbietern liegen, die über eine nationale oder sogar internationale Reputation in einem spezifischen Medizinbereich verfügen.

Leserbrief im BiBo